Die Aligner-Therapie zählt heute zu den beliebtesten Methoden der kieferorthopädischen Zahnkorrektur, besonders bei Erwachsenen, die sich eine unauffällige Alternative zur festen Zahnspange wünschen. Eine durchsichtige Schiene richtet dabei Ihre Zähne sanft und rückt sie in die gewünschte Position, ganz ohne Drähte oder Metallteile.
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die Zahngesundheit.
Aligner-Therapie: Unsichtbare Zahnkorrektur Schritt für Schritt
Wie sinnvoll ist eine Aligner-Behandlung?
Eine Aligner-Behandlung ist bei leichten bis mittleren Zahnfehlstellungen sinnvoll, etwa bei Engständen oder größeren Zahnabständen, oder geringfügigen Bissfehlstellungen. Durch die nahezu unsichtbaren Schienen lässt sich die Behandlung diskret in den Alltag integrieren.
Neben ästhetischen Gründen ist die Behandlung auch aus funktionellen Gründen empfehlenswert. Gerade Zähne erleichtern die Mundhygiene, reduzieren Plaque-Ansammlungen und können langfristig das Risiko für Parodontitis senken. Ob eine Aligner-Behandlung für Sie geeignet ist und das gewünschte Ergebnis erzielen kann, besprechen wir gerne mit Ihnen. Erfahren Sie mehr
Wie funktioniert die Therapie mit einem Aligner?
Aligner sind dünne, durchsichtige Kunststoffschienen, die individuell für jeden Patienten und jede Patientin angefertigt werden. Der Behandlungsablauf lässt sich in folgende Schritte einteilen:
1. Analyse und Planung
Zunächst werden digitale Scans, Modelle, Fotos und ggf. Röntgenaufnahmen der Zähne erstellt. Darauf basierend wird ein 3D-Behandlungsplan entwickelt, der die Bewegung der Zähne im Verlauf der Therapie rechnet und visualisiert.
2. Fertigung der Aligner-Schienen
Aus dieser Planung entsteht eine Serie passgenauer Aligner-Schienen. Jede Schiene wird etwa zwei Wochen lang getragen, bevor zur nächsten gewechselt wird. Mit jedem Schienenwechsel bewegen sich die Zähne schrittweise weiter in die gewünschte Position.
3. Tragezeit und Alltag
Damit der gewünschte Erfolg eintritt, sollten Aligner täglich zwischen 18 und 22 Stunden getragen werden und nur zum Essen oder zur Mundhygiene herausgenommen werden.
4. Haltephase
Nach Abschluss der Haupttherapie folgt meist eine Stabilisierungsphase: Mit einer Nachtschiene oder einem Retainer bleibt das korrigierte Ergebnis dauerhaft stabil.
Vorteile der Aligner-Therapie
Aligner bieten im Vergleich zu klassischen Zahnspangen zahlreiche Vorteile:
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- Diskrete Zahnkorrektur
Die durchsichtigen Schienen sind im Alltag kaum erkennbar und wirken deutlich dezenter als eine feste Zahnspange mit Metallbrackets. - Hoher Tragekomfort
Da keine Drähte oder Brackets im Mund sind, fühlen sich viele Patienten mit Alignern deutlich wohler. Die Schienen lassen sich zum Essen und zur Zahnpflege einfach herausnehmen. - Planbarkeit
Moderne 3D-Planung ermöglicht eine exakte Vorstellung der Zahnbewegungen und oft eine realistische Vorschau auf das Behandlungsergebnis.
- Diskrete Zahnkorrektur
Parodontitis: Eine Gefahr fürs Gelenk
Eine Parodontitis ist im wahrsten Sinne des Wortes Gift für die Gelenke: Denn die Bakterien, die für die chronische
Entzündung des Zahnhalteapparates verantwortlich sind, können auch rheumatische Beschwerden
auslösen oder verstärken.
Zusammenhang zwischen Rheuma und Parodontitis
Rheuma ist weit verbreitet. Etwa 20 Millionen Menschen leiden hierzulande an einer der vielen Formen und viele von ihnen haben neben den körperlichen Beschwerden auch Probleme mit der Mundgesundheit: Nachweislich sind Rheuma-Patienten deutlich häufiger von Parodontitis betroffen, da rheumatische Erkrankungen entzündliche Prozesse in der Mundhöhle befördern. Aber auch umgekehrt besteht ein Zusammenhang: Patienten, die mit der Entzündung des Zahnhalteapparates zu kämpfen haben, erkranken deutlich häufiger an Rheuma – schon eine mittelschwere Parodontitis erhöht das Risiko um das Sechsfache.
Übeltäter sind Bakterien
Eine Parodontitis entsteht durch Bakterien, die im Zahnbelag leben. Wird dieser nicht gründlich und regelmäßig entfernt, vermehren sich die Bakterien und greifen die Zähne und das Zahnfleisch an. Ohne eine Behandlung kann sich der gesamte Zahnhalteapparat dauerhaft entzünden. Der Wirkungsraum der entzündungsverursachenden Keime ist zudem nicht auf den Mundraum beschränkt: Über den Blutkreislauf verteilen sie sich im gesamten Körper und können dort Folgeerkrankungen auslösen. Zum Beispiel Rheuma, denn die Bakterien gelangen auch in die Gelenkflüssigkeit, was eine Entzündung der Gelenke begünstigen oder eine bereits bestehende rheumatoide Erkrankung noch weiter verstärken kann.
Bei Parodontitis besteht dringender Handlungsbedarf
Die gute Nachricht ist, dass wir mit einer Parodontitistherapie sicher entgegenwirken können. Indem wir die Infektion mit mikroinvasiven und wenig belastenden Parodontaltherapien unter Einbeziehung körpereigener Wachstumsfaktoren stoppen und den angegriffenen Zahnhalteapparat sanieren, sorgen wir für gesunde Verhältnisse: Die schädliche Bakteriendichte im Mund wird reduziert. Und das wirkt sich positiv auf den Verlauf rheumatischer Beschwerden aus. Da durch die Wiederherstellung der parodontalen Gesundheit die Infektionswerte im Blut sinken, gehen auch die Entzündungen in den Gelenken zurück und die Schmerzen nehmen ab. Sie haben Fragen zum Thema Rheuma und Zahngesundheit? Wir sind gerne für Sie da!
Rheuma – das Kiefergelenk nicht vergessen
Wenn Sie unter Rheuma leiden und beim Essen oder Gähnen plötzlich starke Schmerzen haben, sollten Sie uns unbedingt ansprechen. Denn durch rheumatische Entzündungsprozesse können sich auch die Kiefergelenke krankhaft verändern – diese sogenannte rheumatische Arthritis macht sich in den meisten Fällen durch extrem druckempfindliche Gelenke und Bewegungsschmerzen im Unterkiefer bemerkbar. Die Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (DGMKG) rät daher, bei Rheuma das Kiefergelenk routinemäßig untersuchen zu lassen, um dauerhaften Problemen rechtzeitig vorzubeugen.
Weisheitszähne – Die Nachzügler aus der Steinzeit
Die Weisheitszähne sind ein Überbleibsel aus einer Zeit, als die Nahrung ein größeres Gebiss und mehr Kaufläche erforderte. Heute werden sie nicht mehr benötigt und auch der Kiefer ist deutlich kleiner als bei unseren Vorfahren. Daher machen die Extrazähne oft Probleme, weil für sie nicht genug Platz ist.
Unsere Vorfahren aus der Steinzeit
In der Steinzeit ernährten sich die Menschen vorwiegend von rohem Fleisch, Wurzeln und Pflanzen – um die unverarbeitete Kost zu zermahlen und verdaulicher zu machen, brauchte das Gebiss Unterstützung: Die dritten Backenzähne halfen unseren Urahnen bei der Nahrungsaufnahme. Auch im Kiefer moderner Menschen sind diese zusätzlichen Zähne noch angelegt, aber weil wir fast ausschließlich zubereitete Lebensmittel zu uns nehmen, sind sie eigentlich überflüssig geworden. Oft stören die vier Relikte aus der Steinzeit sogar oder verursachen Beschwerden.
Weisheitszähne: Störenfriede im Kiefer
Die Weisheitszähne sind die letzten natürlichen Zähne, die wir bekommen – meist haben sie im Alter von 18 bis 25 Jahren ihren großen Durchbruch. Fügen sie sich problemlos am Ende der Zahnreihe ein, sollten sie unbedingt erhalten bleiben, da sie Pfeiler für späteren Zahnersatz sein können. Aber nicht immer ist genug Platz für die Nachzügler: Sie brechen dann ungünstig durch und können durch ihre Fehlstellung die Entwicklung von Kiefergelenkserkrankungen begünstigen. Ein durch eine Schräglage des Weisheitszahnes ausbleibender oder unvollständiger Zahndurchbruch zieht zudem oft Schlupfwinkel für Bakterien in den Zahnzwischenräumen nach sich. Daraus resultieren Entzündungen, Abszesse oder Karies durch bakterielle Säuren – das Zahnbett und die Zahnwurzel des Nachbarzahnes werden mitunter erheblich geschädigt.
Entfernung der Weisheitszähne
Wenn Probleme oder Komplikationen, wie das Schädigen des Zahnbetts und die der Zahnwurzel des Nachbarzahnes auftreten, kann es notwendig sein, sich von den Weisheitszähnen zu verabschieden. Die Entfernung ist in der Regel ein oral-chirurgischer Eingriff, der in den meisten Fällen unter lokaler Betäubung stattfinden kann. Wie bei allen chirurgischen Maßnahmen verwenden wir dabei körpereigene Wachstumsfaktoren, mit denen wir die häufig extrem erschwerte Heilung perfekt steuern können und schmerzhafte Wundheilungsstörungen vermeiden. Wenn Ihre Weisheitszähne für Unruhe sorgen, sprechen Sie uns an: Gerne beraten wir Sie umfassend.
Weisheitszähne: Fun Facts
- Der älteste Mensch bekam seine Weisheitszähne im stolzen Alter von 94 Jahren – so steht es im Guinnessbuch der Rekorde.
- Der Name Weisheitszahn leitet sich vom späten Durchbruch dieses Zahns ab, der nicht in der Kindheit, sondern oft erst im „weisen Alter” erfolgt.
- Die Koreaner nennen die dritten Backenzähne „Liebeszähne”, da sie meist in der Zeit der ersten großen Liebe durchbrechen.
- In Japan heißen sie „den Eltern unbekannt”, weil die meisten Menschen ihre Weisheitszähne bekommen, wenn sie nicht mehr zu Hause leben.
CMD: Das Auf und Ab der Symptome
Wenn das Knie schmerzt, vermutet man den Auslöser dafür kaum hoch oben im Kiefer. Umgekehrt erscheint ein schiefes Becken als Grund für Kieferschmerzen auf den ersten Blick nicht naheliegend. Eine Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) kann sowohl Ursache als auch Folge einer ganzen Kette von Symptomen sein.
Was ist CMD?
Bei der Funktionsstörung CMD stehen Ober- und Unterkiefer nicht korrekt zueinander. Diese Dysbalance kann neben den unmittelbaren Problemen wie Abnutzung der Zahnsubstanz, Zahnfleischrückgang und Kiefergelenkschmerzen mit einer Vielzahl von weiteren Beschwerden einhergehen. Dazu gehören Kopf-, Nacken- und Rückenschmerzen, aber auch Sehstörungen, Ohrengeräusche (Tinnitus) oder Bandscheibenprobleme.
Das Kiefergelenk als Auslöser für CMD
Um die passenden Therapiemaßnahmen bestimmen zu können, ist es wichtig, den eigentlichen Auslöser der Kieferbeschwerden auszumachen. Haben wir es beispielsweise mit einer Zahnfehlstellung oder nächtlichem Zähneknirschen zu tun, können wir vom Kauapparat als Ursache ausgehen. Dies kann kompensierend auch eine absteigende Beschwerdekette auslösen. Da unser Kiefer über Muskeln, Faszien, Sehnen und Nerven mit dem Kopf, der Wirbelsäule und den Organen verbunden ist, kann durch eine Fehlfunktion im Kiefergelenk der gesamte Körper absteigend bis in Knie und Füße in Mitleidenschaft gezogen werden.
Skelettale Ursachen bei CMD
Dieser Dominoeffekt funktioniert natürlich auch umgekehrt. Wenn beispielsweise ein Beckenschiefstand oder ein verkürztes Bein dazu führt, dass die daraus resultierende Schonhaltung, Ausgleichsbewegung und damit einhergehende Verspannung sich bis in den Kiefer auswirkt, dann sprechen wir von einer aufsteigenden Symptomatik.
Behandlung von CMD – Die Kette durchbrechen
CMD ist eine sehr komplexe und zermürbende Krankheit. Mit gründlicher Anamnese, Funktionsdiagnostik und interdisziplänerem Austausch arbeiten wir schon viele Jahre mit großen Erfolgen auf diesem Gebiet.
Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gerne.
Gut zu wissen: Zahnersatz und CMD
Auch falsch angepasste oder abgenutzte Restaurationen können eine CMD auslösen, etwa eine zu hohe oder zu niedrige Krone oder Füllung. Schon wenige Mikrometer können das natürliche Zusammenspiel der Zähne stören. So entsteht falscher Biss, der auf Dauer die Kiefergelenke belastet. Das gilt auch für Prothesen, die sich mit der Zeit abgesenkt haben und nicht mehr richtig sitzen. Daher schauen wir uns auch im Rahmen einer Funktionsdiagnostik bestehenden Zahnersatz ganz genau an.
Professionelle Zahnreinigung: Starke Leistung für starke Zähne
Bei Hanse.Dental in Lüneburg sind für die Professionelle Zahnreinigung (PZR) absolute Profis am Werk.
Eine Professionelle Zahnreinigung durch unsere Profis für Dentalhygiene ist eine starke Leistung.
Denn in einem aufwendigen Verfahren werden zunächst alle weichen und harten Zahnbeläge sorgfältig entfernt. In den engen Zahnzwischenräumen und im Bereich der Zahnwurzeloberfläche setzen wir Spezialinstrumente ein:
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- Laser
- Ultraschall
- Air-Flow
Zahnersatz wird spezifisch gereinigt, denn an den dessen Rändern finden sich oft versteckte Nischen. Und da sich Bakterien auf glatten Flächen wesentlich schwerer ansiedeln können, werden die Zähne während der Professionellen Zahnreinigung mit einer speziellen Paste spiegelblank poliert. Abschließend werden fluoridhaltige Gele auf die Zähne aufgetragen, die den Zahnschmelz aushärten und ihn widerstandsfähiger gegen zukünftige Angriffe machen.
Durchblick mit Lupenbrille und OP-Mikroskop
Detailfragen klären wir bei Hanse.Dental in Lüneburg mit Lupenbrille und OP-Mikroskop.
Der Teufel steckt oft im Detail: Minimale Undichten zwischen Füllung und Zahn können Karies erneut den Weg bereiten. Bakterien in den zehntelmillimeterbreiten Wurzelkanalenden können eine Zahnrettung sabotieren. Daher setzen wir auf optische Hilfsmittel wie die Lupenbrille und das OP-Mikroskop, um kleine Probleme zu erkennen bevor sie groß werden.
Das menschliche Auge stößt in manchen Zahnbehandlungen schnell an seine Grenzen. Wenn wir es mit winzigen Strukturen zu tun haben, in denen große Schäden entstehen können, nutzen wir unsere optischen Hilfsmittel: die Lupenbrille und das OP-Mikroskop.
Unter die Lupenbrille genommen
Mit der Lupenbrille können wir das Geschehen in der Mundhöhle bis zu zehnfach heranzoomen. Das ist nicht nur bei Wurzelbehandlungen von Vorteil. Wann immer wir erkranktes Gewebe entfernen müssen, gelingt es uns dank der Lupenbrille, alle betroffenen Stellen zu entfernen und dabei so wenig gesundes Gewebe wie möglich abzutragen. Dadurch halten wir die Belastungen für den Körper gering und beschleunigen die Wundheilung deutlich. In der Diagnostik leistet uns die Lupenbrille ebenfalls gute Dienste. Karies lässt sich im Anfangsstadium sehen und behandeln, bevor große Schäden entstanden sind.
OP-Mikroskop: 40 Mal sicherer
Insbesondere bei Zahnrettungen setzen wir auf ein OP-Mikroskop. Denn ein letzter Geweberest, der sich in einem nur zehntelmillimeterbreiten Wurzelkanalende versteckt, ist für das menschliche Auge leicht zu übersehen und kann die Keimzelle für die nächste Infektion darstellen. Unter dem OP-Mikroskop, das vierzigfach vergrößern kann, wird aus diesem Zehntelmillimeter ein gut sichtbarer halber Zentimeter. Dadurch sind die Aussichten auf Behandlungserfolg also deutlich höher. In anderen Bereichen der Zahnmedizin ermöglicht uns das OP-Mikroskop neue Wege: Gewebeschonende Schlüssellochtechniken, zum Beispiel bei Zahnfleischrückgang oder für Implantate, wären ohne die Vergrößerungskraft des OP-Mikroskops undenkbar. In der Zahnmedizin hängt der Erfolg oft an Detailfragen – und unsere Technik gibt die richtigen Antworten.
Bei Zahnlücken schnell wieder zum richtigen Biss
Funktionsstörungen durch fehlende Zähne
In unserem Gebiss hat jeder Zahn seine Position, die von den Nachbarn und vor allem dem Gegenüber beeinflusst wird. Fehlt der Gegenspieler, ist die Harmonie sichtbar und spürbar gestört.
Lücken in den Zahnreihen
In unserem Gebiss hat jeder Zahn seine vorgegebene Position, die von den Nachbarn und dem Gegenspieler beeinflusst wird. Normalerweise steht jeder Zahn in direktem Kontakt mit seinen Nachbarn und beim Zubeißen mit seinem entsprechenden Gegenspieler. Findet er dort allerdings eine Lücke vor, kann diese Interaktion nicht stattfinden – und das hat Folgen.
Ohne den sicheren Halt entwickeln die Zähne ein Eigenleben und ändern ihre natürliche Ausrichtung. Sie kippen oder drehen sich in die Lücke herein. So entstehen schwer zu reinigende Nischen, die die Bildung von bakteriellem Zahnbelag begünstigen – das Risiko für Karies und Zahnfleischentzündungen steigt.
Zahnlücken bergen Gefahren
Außerdem entwickelt sich bei Zahnlücken auf die Dauer ein falscher Biss. Auf der Suche nach Berührungspunkten wachsen die Gegenzähne in die Leerstelle – die Kauebene verändert sich und Gleithindernisse entstehen. Lückenbegrenzende Zähne kippen zur Lücke, verlassen so ihre ursprüngliche Position in der Zahnreihe und damit wiederum ihre Gegenspieler.
Weil Ober- und Unterkiefer nun nicht mehr richtig aufeinander passen, versucht der Körper, diese veränderte Situation auszugleichen, was oft körperliche Folgen mit sich bringt:
- umliegende Muskeln, Sehnen und Gelenke werden belastet
- durch Kettenreaktion des Bewegungsapparates können sich die Belastungen auf den ganzen Körper auswirken
- fehlender Kaudruck führt zur ungleichmäßigen Belastung: der Knochen kann sich langsam zurückbilden
Mehr als nur ein Lückenfüller
Um es auf den Punkt zu bringen: Zahnlücken sollten bis auf wenige Ausnahmen zeitnah zum Zahnverlust geschlossen werden. Implantate bieten sich als gute Lösung an, denn auf keine andere Weise können verloren gegangene Zähne so naturgetreu ersetzt werden. Ganz egal wie viele Zähne ersetzt werden sollen, die künstlichen Wurzeln ermöglichen in vielen Fällen die optimale Wiederherstellung der natürlichen Gebissverhältnisse.
Schwangerschaft: Zahngesund im Doppelpack
Zahngesunde Mütter und Kinder
Jedes Kind kostet einen Zahn, sagt der Volksmund. Zum Glück gehört diese weitverbreitete Redensart ins Reich der Sagen und Legenden. Kein Ammenmärchen ist hingegen, dass werdende Mamas oft mit Problemen im Mundraum zu kämpfen haben. Mit entsprechender Vorsorge und sorgfältiger Pflege überstehen Zähne und Zahnfleisch den neunmonatigen Ausnahmezustand aber in der Regel unbeschadet.
Mögliche Zahnprobleme während der Schwangerschaft
Eine Schwangerschaft stellt nicht nur das Leben und den Körper auf den Kopf – auch die Zähne sind in anderen Umständen:
- Erhöhter Säuregehalt im Speichel steigert das Kariesrisiko
- Morgenübelkeit strapaziert die Zahnsubstanz
- Hormonelle Schwächung des Zahnfleisches (Zahnfleischbluten)
Giftstoffe im Blutkreislauf
Aus Sorge, dass sowieso schon empfindliche Zahnfleisch noch mehr zu reizen, wird dann oft die Zahnpflege schleifen gelassen – und genau das ist verkehrt. Denn gerade für werdende Mütter ist eine konsequente Mundhygiene absolut unerlässlich, um den Belag auf und zwischen den Zähnen gründlich zu entfernen. Geschieht das nicht regelmäßig, wird das Zahnfleisch zusätzlich belastet und Bakterien haben leichtes Spiel.
Die Folge: Entzündungen an der Mundschleimhaut und am Zahnfleisch – die sogenannte Schwangerschaftsgingivitis. Und die sollte unbedingt behandelt werden, da die Entzündung sonst auf den Zahnhalteapparat übergreifen kann. Das kann auch das ungeborene Leben in Gefahr bringen.
Siebenfaches Fehlgeburtenrisiko bei unbehandelter Parodontitis
Wissenschaftliche Studien belegen, dass eine unbehandelte Parodontitis das Risiko einer Früh- oder Fehlgeburt um das Siebenfache erhöht. Schuld daran sind die Giftstoffe der Bakterien, die die Parodontalerkrankung auslösen, aber auch die Abwehrstoffe, die der Körper im Kampf gegen genau diese Bakterien erzeugt.
Über den Blutkreislauf der Mutter gelangen die Keime in die Blutversorgung der Plazenta und belasten damit die Entwicklung des Kindes. Um sich selbst und ihr Baby zu schützen, sollten Schwangere der sorgfältigen Zahnpflege noch mehr Aufmerksamkeit schenken – und Zähne und Zahnfleisch regelmäßig kontrollieren lassen.
Prävention für Schwangere – regelmäßiger Zahnarztbesuch
Untersuchungen beim Gynäkologen sind für jede werdende Mutter eine Selbstverständlichkeit. Aber wie sieht es mit der Zahngesundheit aus? Die ist oft nicht eingeplant in der Vorsorge. Dabei ist gerade die zahnärztliche Betreuung vor und während der Schwangerschaft ganz besonders wichtig – ideal ist eine regelmäßige Kontrolle, damit wir eventuelle Veränderungen und Erkrankungen im Mundraum frühzeitig erkennen und behandeln können.
Einen besonderen Stellenwert in unserer individuell abgestimmten Schwangerenprophylaxe hat die Professionelle Zahnreinigung – idealerweise während der ersten drei Monate und gegen Ende des zweiten Trimesters –, um die krankmachenden Beläge gründlich zu entfernen und so Zähne und Zahnfleisch dauerhaft gesund zu erhalten. Und natürlich gehören zu unserem umfassenden Prophylaxekonzept auch die Beratung zur häuslichen Zahnpflege sowie Tipps für eine (zahn-)gesunde Ernährung.